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Wissenswertes über die Gesundheit der CKCS

 

Jeder verantwortungsvolle Züchter  wird Alles daran setzen, gesunden Hunde zu züchten. Doch wollen wir Ihnen trotzdem einen Überblick über mögliche Krankheiten geben, die aber zum Glück nur bei bei 2-5% der bei Rassevereinen gezüchteten Cavalieren vorkommen. Vorgeschriebene Untersuchungen vor der Zuchtzulassung haben das Risiko minimiert.

Mitralklappeninsuffizienz (MVD)
ist in der Medizin die Bezeichnung für einen Herzklappenfehler. Es handelt sich um eine Schlussunfähigkeit oder „Undichtigkeit“ der
Mitralklappe des Herzens, die während der Auswurfphase (Systole) zu einem Rückfluss von Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt.

Patellaluxation PL
Häufigste Ursache einer Patellaluxation ist die angeborene Fehlstellung des Kniegelenkes. Dadurch dass die Kniescheibe zu weit innen oder außen ihrer vorgesehenen Knieführung sitzt, kann es verständlicherweise sehr schnell zu einer Verrenkung dieser kommen. Das passiert schon bei leichten Drehbewegungen beim Auftreten. Selbst bei normalem Gehen kann schon die Kniescheibe luxieren.

Augenerkrankung angeborene Katarakte (Star)
Die meisten Formen des grauen Stars entwickeln sich beim Hund erst später im Leben. Bei einigen Rassen können aber auch angeborene Katarakte beobachtet werden. Sie können vererbt sein oder als Folge von Störungen der fötalen Entwicklung auftreten.
Der angeborene Star betrifft hauptsächlich den Linsenkern und bewirkt eine mehr oder weniger ausgeprägte Sehstörung. Bei starker Sehbehinderung kann die Linse operativ entfernt werden

Netzhautdysplasie
Die Netzhaut ist ein äusserst kompliziert aufgebautes Gewebe und es erstaunt kaum, das es im Laufe der Entwicklung der Netzhaut auch hin und wieder zu Störungen kommt. Solche Fehlentwicklungen können nur kleine Teile der Netzhaut betreffen und sind dann als Falten erkennbar. Die Auswirkungen auf das Sehvermögen sind gering. In anderen Fällen sind grössere Bereiche betroffen und die Sehstörungen können erheblich sein. Selten treten auch vollständige Netzhautdysplasien auf, die dann meistens auch mit weiteren Fehlentwicklungen des Auges verbunden sind. Solche Augen sind in der Regel blind. Oft sind neben solchen Augenveränderungen auch Fehlentwicklungen des Skelettes zu beobachten. Eine Behandlung kommt hier nicht in Frage, weshalb der züchterischen Vorsorge grosse Bedeutung zukommt.

Distichiasis
Unter Distichiasis versteht man Wimpern, welche direkt am Lidrand wachsen und dadurch ständig auf der Hornhaut reiben. Dies führt zu vermehrtem Zwinkern und zu Tränenfluss. Oft sind die Symptome so gering, das der Besitzer die Veränderung nicht wahr nimmt. In solchen Fällen ist auch eine Behandlung nicht nötig. Bei stärkerer Reizung können solche Wimpern durch einen operativen Eingriff verödet werden.

Hüftgelenksdysplasie HD (beim Cavalier selten vorkommend)
Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Die Ausprägung klinischer Symptome einer HD variiert in Abhängigkeit vom Alter bzw. Stadium der Krankheit. Bei relativ jungen Tieren, im Alter von einem halben bis einem Jahr. kommt es zur Schmerzhaftigkeit, weil der Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne nur ungenügenden Halt findet und durch seine abnorme Beweglichkeit schmerzregistrierende Nervenfasern der Knochenhaut des Pfannenrandes gereizt werden. Ältere Tiere bilden Schmerzhaftigkeiten eher infolge fortschreitender degenerativer Veränderungen (Arthrosen) des Hüftgelenkes aus.

Syringomyelie (SM) & Arnold Chiari Maldeformation (CM)
Diese Krankheit ist keine „neue“ Krankheit, auch wenn sie erst seit Kurzem durch neuerliche wissenschaftlich Erkenntnisse in die Diskussion gekommen ist. Zuvor oft als individuelle „Macke“ bezeichnet, wissen wir heute, dass es bei der SM infolge einer Störung der Gehirnflüssigkeitszirkulation zu einer Bildung von flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen im Rückenmark kommt. Betroffene Hunde zeigen z.T. eine Sensibilität im Nackenbereich und ein vermehrtes scheinbares Kratzen am Ohr auf zumeist einer Seite. Dabei berühren die Hunde in den meisten Fällen ihr Ohr nicht richtig und bei Kontrolle der Ohren kann keine diesbezügliche Ursache gefunden werden. Das Problem in der Erkennung der Erkrankung besteht in der Vielfältigkeit der Symptome, die von dem beschriebenen typischen Schein-Kratzen bis hin zu unspezifischen Lahmheiten oder einer gekrümmten Körperhaltung reichen. Das Wissen um die Entstehung und den Erbgang dieser Erkrankung ist leider noch lückenhaft, es wird jedoch mit dem heutigen Datenmaterial davon ausgegangen, dass ca. 3 – 5 % der Cavaliere im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger stark ausgeprägte Symptome ausbilden. Ein in Zusammenhang mit der Syringomyelie oft benutzter Begriff ist die sogenannte "Arnold Chiari-Malformation (CM)". Dabei muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass diese Erscheinung in Zusammenhang, jedoch auf keinen Fall gleichzusetzen ist mit dem oben genannten Geschehen der Syringomyelie ! Bei der CM ist der hintere Teil des Schädels im Verhältnis zu den anderen knöchernden Strukturen kleiner ausgebildet. Dabei kommt es teilweise zu einer mehr oder weniger starken Verlagerung des Kleinhirns in das Hinterhauptsloch. Diese Besonderheit findet sich bei vielen brachicephalen Kleinhunderassen - wie z.B. Chihuahua, Yorkshire Terrier, Malteser, Zwergpudel, King Charles Spaniel, Französische Bulldogge und eben leider auch bei unseren Cavalieren. Durch bildgebende Verfahren wie CT und MRT können heute diese Veränderungen detektiert werden, die früher noch unbekannt waren. Bei Untersuchungen von hunderten Cavalieren konnte diese Besonderheit des Knochenschädels leider bei 95% der Cavaliere gefunden werden. In den folgenden Jahren werden Testverpaarungen und weitere Untersuchungen zeigen, in wiefern dies züchterisch angegangen werden kann. Es sei aber nochmals deutlich darauf hinzuweisen, dass eine CM keinesfalls unbedingt eine SM bedingt und schon lange nicht zwangsläufig zu Problemen bzw. Symptomen bei betroffenen Hunden führt ! Das zeigen schon alleine die Prozentsätze der betroffenen Tiere - 95% zeigen eine Chiari-Maldeformation, jedoch zeigen - zum Glück ! - nur ein Bruchteil davon auf dem MRT eine Syringomyelie und nur 3-5 % zeigen Symptome. Ohne Frage, sind es eindeutig 3-5 % ZUVIEL und es ist an uns, geeignete Zuchtmaßnahmen zur Bekämpfung der SM / CM auf den Weg zu bringen.

Die ersten Zuchtmaßnahmen wurden bereits 2005 auf den Weg gebracht und verantwortungsvolle Züchter sind weiter bemüht, diese zu verfeinern und zu verbessern - immer im Bestreben zur Verbesserung der Erbgesundheit unserer geliebten Rasse.

Dieser Auszug wurde mit Genehmigung des Cavalier King Charles Spanielclub Deutschland e.V. auf diese Seite gestellt.
http://www.ccd-cavaliere.de